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 Betreff des Beitrags: ESP-01 Ardupilot WiFi-Bridge
BeitragVerfasst: So 30. Jun 2019, 20:10 
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Für das ESP-01 und andere ESP8266 WiFi-Module gibt es eine gute Firmware, um eine Mavlink UART<->WiFi Bridge aufzubauen . Ich habe auf einigen ESP-01 (die den Pixracern beilagen) die aktuelle Firmwareversion geflasht.
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Die von Tridge verbesserte Software unterstützt Mavlink2. Über den Web-Server des Moduls wird bequem per Browser parametrisiert, wahlweise ob als AccessPoint (HTTP-Server Adresse 192.168.4.1) oder zur Einwahl in ein bestehendes Netzwerk (Adresse ist dann die vergebene Netzwerkadresse). Evtl. weitere Firmwareupdates können per Browser hochgeladen werden. Wird ein vorab eingestelltes Netzwerk nicht gefunden, wird nach einigen Minuten auf AccessPoint-Betrieb umgeschaltet. Versehentliches Ausschließen wird damit um einiges erschwert – aber Vorsicht, das Passwort eines Netzwerks liegt im Zweifel offen auf einem verloren gegangen ESP-01 zum Auslesen bereit.

Falls für irgend wen von Interesse, habe ich hier die Schritte im Einzelnen (entsprechend der Anleitung http://ardupilot.org/copter/docs/common ... metry.html ) aufgeschrieben:

1. Die Ardupilot spezifische Firmware Version runter laden: http://firmware.ardupilot.org/Tools/MAVESP8266/latest/
Das Binary für den EPS-01 mit 1MB (schwarze Farbe der Platine) ist firmware-esp01_1m.bin, für die 4MB Versionen, wie das im WIKI dargestellte HUZZAH ESP8266 Breakout, die Datei firmware-esp12e.bin

2. Zum Flashen mit Windows den empfohlenen NodeMCU Flasher runterladen: https://github.com/nodemcu/nodemcu-flasher

3. Als Hardeware USB-UART habe ich den "ESP-01 Programmer" (jeder andere USB-UART mit 3.3 Volt Versorgungsspannung geht natürlich auch) bestellt, weil man den ESP-01 einfach aufstecken kann. Bezugsquellen: z.B. Banggood (billiger) oder Amazon.de (schneller) , dort nach "ESP-01 Programmer" suchen. Das Dingen nennt sich zwar „Programmer“, kann aber so einfach nicht den ESP-01 flashen, da dazu GPIO0 mit GND verbunden werden muss. Zum normalen Betrieb außerhalb des "PROGRAMMERS" wiederum muss Vcc mit (CH_PD = EN im Bild) verbunden werden. Hier die PIN Belegung von oben gesehen:
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Zum Flashen habe ich auf der Rückseite des Programmers zwei Käbelchen angelötet, die Bedarfsweise GPIO0 mit GND verbinden.
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Der ESP-01 gehört auf den Flasher wie im Bild unten aufgesteckt. Man kann ihn nämlich auch 180° gedreht aufstecken und wundern, dass nichts funktioniert.
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Die NodeMCU Flasher Software starten, den korrekten USB Port auswählen:
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Die zuvor runter geladene passende Firmwarevariante auswählen:
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Je nach Breakout 1MB oder 4MB einstellen:
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und Flashen :
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Wenn alles geklappt hat, findet sich ein WLAN namens Ardupilot mit Passwort ardupilot. Nach Einwahl per Browser auf die Adresse 192.168.4.1 gelangt man auf die selbsterklärende "Homepage":
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Setup:
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Die Verbindung zum Flightcontroller wird wie üblich per gekreuzten Datenleitungen (Rx des ESP mit PIN Tx des FC und umgekehrt) hergestellt. Die Baudrate des Ports am Flightcontroller muss mit der Einstellung im ESP-01 übereinstimmen (empfohlen 921600).

Beim Pixracer kann der ESP-01 einfach oben aufgesteckt werden. Nicht wundern, der ESP01 wird ordentlich warm im Betrieb.
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Außer beim Pixracer ist der Nachteil des ESP-01 gegenüber dem Adafruit HUZZAH ESP8266 Breakout ( https://www.adafruit.com/product/2471 ) , dass ersterer keine 5 Volt Versorgungsspannung verträgt.

Den HUZZAH ESP8266 kann man dagegen direkt an den Pixhawk anschließen.
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Zum Flashen den Resetknopf und den GPI0-0 Knopf gleichzeitig gedrückt lassen, dann Reset zuerst loslassen, danach erst GPIO-0 Knopf loslassen. Eine rote LED sollte dauerhaft leuchten um die Flashbereitschaft zu signalisieren.

Am Pixhawk gäbe es zwar 3,3 Volt am Vcc-Ausgang für den Safety-Switch und ebenso am Spektrum/DSM Eingang. Ob die 3,3 Volt Versorgung des Pix im Zweifel 800 mAh verträgt, kann ich nicht sagen. Ich habe daher lieber einen irgendwann mal im Dutzend erworbenen Step-Down-Wandler genommen ( https://www.banggood.com/10Pcs-5V-3_3V- ... rehouse=UK ), der heute einwandfrei bei 35°C im Schatten aber in der prallen Sonne über mehr als eine Stunde seinen Hitzetest machen durfte.

Am Pixhawk und seinen Derivaten ist liegt auf den Datenleitungen 3,3 Volt. Wie das mit den neueren CHIBIOS-Boards ist, kann ich nicht sagen.

Am Omnibus f4 pro liefert (Danke an Basti für das Messen) Tx mehr als 3,3 Volt. Vor den Rx Eingang am ESP-01 habe ich daher einen Spannungsteiler 1,62/1,0 KOhm gelötet. (Die 1,62 Kohm lagen gerade in der Widerstandskiste). Damit klappt die Übertragung einwandfrei. Spannungsteiler, Step-Down-Regler, CH_PD-Vcc Verbindung frei schwebend verlötet:
Dateianhang:
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Nun sind die Chips nicht für große Reichweiten gedacht. Es gibt wohl fertige Versionen mit ordentlicher Antenne (zB https://store.mrobotics.io/mRo-WiFi-Mod ... 6v1-mr.htm). Jedenfalls um ohne lästiges Kabel am Platz oder daheim einfach Einstellungen vorzunehmen, LOGs herunterzuladen, Kompasse zu kalibrieren usw. funktioniert die Sache ebenso gut wie ein USB-Kabel. Und Dank WLAN ist im Gegensatz zu Bluetooth der Kontakt zu Groundcontrolstationen auf Android, IOS, Windows, Linux usw. kein Problem. Dank UDP ist die Verbindung auch nach kurzen Unterbrechungen wieder da, ohne neu aufgebaut werden zu müssen.



Rolf


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 Betreff des Beitrags: Re: ESP-01 Ardupilot WiFi-Bridge
BeitragVerfasst: So 30. Jun 2019, 20:35 
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Rolf, danke für die Anleitung! :up:

Ich hab das empfohlene Adafruit Huzzah genommen und betreib es derzeit als Wifi-Bridge am DL TX. Dann ist die Reichweite nur vom DL abhängig ... ;).

Mit dem Huzzah-Board ist auch die Löterei, bis aufs Anschlußkabel für FC oder DL, nicht notwendig. Also um einiges simpler zu benutzen.

Das geniale ist der Wechsel zwischen Station- und Access Point Modus. Das "kleine Gepäck" umfasst nur die Funke mit DL TX und Huzzah Board. Smartphone verbindet sich mit AP und QGC kann bspw. genutzt werden. Beim "großen" Gepäck gehört dann noch ein Köfferchen mit Tablet und einem mobilen Hotspot dazu. Wenn dieser zuerst eingeschaltet wird, verbindet sich das Huzzah Board mit dem Hotspot genauso wie das Tablet. Und dieses kann dann via Hotspot Karten für den Mission Planner laden.

Finde ich 'ne gute Lösung und WiFi ist um einiges problemloser als Bluetooth. Und, iOS-Geräte können dann auch QGC nutzen, was mit Bluetooth nicht geht.

Was ich mir noch wünschen würde, wäre die Verbindung mit 2 Stations-Netzwerken. Nicht gleichzeitig, aber bspw. für Home (Home-WLAN) und Field (Hotspot).

_________________
Gruß: - Reinhard -

RTH-Rettungsanker ganz einfach mit ArduPlane


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 Betreff des Beitrags: Re: ESP-01 Ardupilot WiFi-Bridge
BeitragVerfasst: Mo 1. Jul 2019, 06:16 
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Target0815 hat geschrieben:
Was ich mir noch wünschen würde, wäre die Verbindung mit 2 Stations-Netzwerken. Nicht gleichzeitig, aber bspw. für Home (Home-WLAN) und Field (Hotspot).


Ich habe meine nicht dauernd angeschlossen, dann kann ich bedarfsweise einen anders eingestellten Chip aufstecken. Die kosten ja wirklich nicht viel. Um den Wechsel an Pixhawk leicht zu machen, habe ich noch aus der Bluetooth-Zeit im Flieger gut zugänglich die serielle Schnittstelle auf eine 4-pin Buchse herausgeführt, auf die der Chip nur aufgesteckt werden muss. (Daher auch die Lötung)

Rolf


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 Betreff des Beitrags: ESP-01 am F405-Wing
BeitragVerfasst: Mo 5. Aug 2019, 14:35 
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Der ESP-01 kann direkt an den F405 Wing angeschlossen werden.

3,3 Volt Versorgung hat der F405 ja, Rx/tx gehen über Kreuz an UART1/Serial1. Serial1 kann auf 921600 gestellt werden. Am ESP-01 muss lediglich eine Verbindung zusätzlich mit zB einem Käbelchen verbunden werden, dann sollte es fluppen.
Dateianhang:
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a2.jpg [ 251.39 KiB | 387-mal betrachtet ]

Bisheriger Testaufbau:
Dateianhang:
a1.jpg
a1.jpg [ 152.13 KiB | 387-mal betrachtet ]

Die endgültigen Positionen (bis auf den FC, der liegt da nahezu perfekt) müssen noch festgelegt werden.
Es fehlt noch Raspberry Zero, Airspeedsensor und FPV-Equipment.
Ich will später einfach einen gut zugänglichen Servostecker (+,Rx,Tx) benutzen, um durch einfaches Abziehen und Anstecken das WiFi oder altnerativ den Raspberry Zero zwecks LTE Verbindung zu aktivieren.


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